AutoPot Marix Disc (Quadratisch): Reine Wasserkanäle und ungestörte Kapillarkraft – Die unverzichtbare Sediment-Barriere für störungsfreie Schwerkraft-Bewässerung
Das Grundprinzip automatisierter AutoPot-Systeme basiert auf reiner Schwerkraft und der ungehinderten Flutung des Trays über das AQUAvalve5-Ventil. In der Praxis führt das Fehlen eines mechanischen Filters am Topfboden jedoch schnell zu massiven Problemen: Feine Kokosstaubpartikel, mikroskopischer Torfabrieb oder aufschwimmende Perlitekörner werden durch die Drainageöffnungen des Topfes in die Schale geschwemmt. Am flachen Boden des Trays bildet sich eine dichte Sedimentschicht. Dieser Schlamm kriecht in das Ventilgehäuse, setzt sich an den Dichtflächen fest, blockiert die Schwimmerbewegung und schafft einen Nährboden für anaerobe Fäulnisbakterien und Algen, die dem Gießwasser wertvollen Sauerstoff entziehen.
Die originale AutoPot Marix Disc in quadratischer Ausführung ist die fundamentale Barriere, die das gesamte Bewässerungssystem sauber hält. Gefertigt aus einem robusten, hydropermeablen Geotextil-Vlies, wird die schwarze Scheibe direkt in den Topf flach auf den Boden gelegt, bevor Blähton oder das 50/50 Substratgemisch eingefüllt werden. Sie wirkt als hochpräziser Tiefenfilter: Schweb- und Feststoffe werden mechanisch im Pflanzgefäß zurückgehalten, während Wasser und gelöste Nährionen vollkommen widerstandsfrei passieren. Mit ihren exakten Maßen von ca. 19,6 x 19,6 cm deckt sie die Bodenmatrix der 8,5-Liter- und 15-Liter-AutoPot-Töpfe spaltfrei ab – die Basis für ein hygienisches, wartungsarmes und ausfallsicheres System.
Filtertechnik & Gewebeeigenschaften
Hydropermeables Synthetikvlies & Partikelsperre
Die Konstruktionsmerkmale der quadratischen AutoPot Marix Disc im Detail:
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Hochdichtes Nadelvlies-Gewebe: Fängt selbst feinste Mikro-Partikel aus Kokos und Torf ab, ohne die Durchflussgeschwindigkeit der Nährlösung zu drosseln.
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Hydraulisch neutral: Bietet der kapillaren Aufwärtsbewegung des Wassers keinen nennenswerten Strömungswiderstand – kein Feuchtigkeitsstau unter dem Topf.
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Chemisch träges Trägermaterial: Vollkommen resistent gegen Säuren und Laugen der pH-Korrektur (pH 4,0–8,0) sowie hochkonzentrierte Nährsalzlösungen.
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Dimensionsstabile Stanzkontur: Schließt an den konischen Innenwänden der AutoPot-Töpfe plan ab, sodass kein Substrat an den Rändern vorbeigleiten kann.
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Wiederverwendbar & waschbar: Verrottet nicht im Dauereinsatz und lässt sich nach dem Run mechanisch reinigen und erneut verwenden.
Einsatzprofile im AutoPot-Sortiment
Die quadratische Marix Disc sichert unterschiedliche Topfgrößen und Systemarchitekturen ab:
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AutoPot 8,5 Liter Topf
easy2grow & SOG: Passt bündig in den Boden des 8,5L Topfes. Verhindert bei kurzen Vegetationszyklen und feinen Medien das Auswaschen ins Doppel-Tray.
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AutoPot 15 Liter Topf
1Pot Großpflanzen-Setup: Schützt das 1Pot Einzeltray bei langen Zyklen mit großem Wurzelvolumen vor Schlammansammlungen unter der schweren Erdmasse.
🪨
Drainageschicht-Träger
Blähton-Rückhalt: Hält die unteren 2,5 bis 3 cm Tonkugeln sicher im Topf, sodass keine Steinchen die Entwässerungsschlitze nach außen passieren.
Platzierungs- & Abgrenzungs-Matrix
Position
Topf-Innenboden
Lage: Direkt auf den Gitterschlitzen
Wird vor dem Befüllen mit Substrat flach auf den Boden des Topfes gelegt. Gehört keinesfalls in das Außen-Tray.
Hauptaufgabe
Sediment-Filtration
Fokus: Partikelrückhaltung
Dient primär als Schmutzfilter. Das aktive Stoppen von Wurzeln übernimmt die separate kupferne RCD Gold im Tray.
Standzeit
1 bis 3 Durchgänge
Wartung: Auswaschbar
Kann zwischen den Zyklen gereinigt werden. Bei starker Durchwurzelung oder Salzkrusten ist ein frischer Ersatz ratsam.
Schritt-für-Schritt: Fachgerechte Montage und Substrataufbau
1
Marix Disc plan auf den Topfboden legen
Stelle sicher, dass der 8,5L- oder 15L-Topf vollkommen sauber ist. Lege die schwarze Marix Disc flach auf den Topfboden. Drücke die Ränder sanft an die Ecken, sodass alle Entwässerungsschlitze vollständig und bündig abgedeckt sind.
2
Drainageschicht oder AirBase einsetzen
Fülle direkt auf die Scheibe eine 2,5 bis 3 cm dicke Schicht gewaschenen, pH-stabilisierten Blähtons (oder setze die AutoPot AirBase ein). Dies sichert die Sauerstoffzone am Topfboden ab und beschwert die Marix Disc gleichmäßig.
3
Substrat einbringen & Topf im Tray platzieren
Fülle dein 50/50 Substratgemisch locker ein und setze die Pflanze ein. Platziere den Topf im AutoPot-Tray, in welchem zuvor bereits die kupferfarbene Root Control Disc Gold (Goldseite nach oben!) positioniert wurde.
Technische Daten im Überblick
| Hersteller & Marke |
AutoPot Global Ltd. (Großbritannien) |
| Produktbezeichnung |
AutoPot Marix Disc (Square / Quadratisch) |
| Form & Geometrie |
Quadratisch mit abgerundeten Ecken |
| Abmessungen |
ca. 196 x 196 mm (passgenau für quadratische Topfböden) |
| Materialstruktur |
Hochdichtes, synthetisches Geotextil-Nadelvlies (Polypropylen) |
| Farbe |
Schwarz (beidseitig homogen gefärbt) |
| Funktionsweise |
Mechanische Partikelfiltration bei vollständiger Wasserpermeabilität |
| Kompatible Töpfe |
AutoPot 8,5 Liter Topf & AutoPot 15 Liter Topf |
| Kompatible Systeme |
AutoPot easy2grow, AutoPot 1Pot System, AutoPot Extension Sets |
| Wiederverwendbarkeit |
Ja, auswaschbar und mechanisch belastbar |
⚠️
Wichtiger Hinweis von Premium Genetics: Die Marix Disc gehört IMMER IN den Topf!
Häufigste Fehlerquelle im AutoPot-Aufbau: Die schwarze Marix Disc besitzt keine Kupferbeschichtung und stoppt das Wurzelwachstum nicht aktiv. Wird sie fälschlicherweise außen unter den Topf in das Tray gelegt, wachsen Wurzelstränge durch das weiche Vlies hindurch direkt in das Fach des AQUAvalve5 und können das Ventil blockieren.
Systemtrennung beachten: Die Marix Disc liegt innen auf dem Topfboden und hält Substratpartikel zurück. Die kupferbeschichtete Root Control Disc Gold liegt außen im Tray (Goldseite nach oben) und wehrt die Wurzeln biochemisch ab.
💡
Head-Grower Masterclass: Tiefenfiltration, laminare Darcy-Strömung & Anaerobie-Prävention
1. Mechanismus der Tiefenfiltration im Spinnvlies:
Anders als ein starres Sieb (Oberflächenfilter) arbeitet das Polypropylen-Vlies der Marix Disc als dreidimensionale Matrix aus wirr gelegten Endlosfasern. Gelöste Feinpartikel verfangen sich im gewundenen Porenkanalnetzwerk des Vlieses (Trägheits- und Sperreffekt). Gleichzeitig bleibt ein durchgängiger Hohlraumanteil von über 70 % erhalten. Das garantiert, dass die kapillaren Saugspannungen der Substratmischung die Nährlösung unvermindert aus dem Tray anziehen können.
2. Vermeidung von Biofilm- und Schlammbildung im Tray:
Gelangt organischer Staub (z. B. Huminsäuren, Torfstaub) in das stehende Wasser des Trays, bildet sich in Verbindung mit Düngersalzen und Zeltabwärme binnen Tagen ein schleimiger Biofilm. Dieser verbraucht den im Wasser gelösten Sauerstoff ($DO$ – Dissolved Oxygen) durch mikrobielle Abbauprozesse vollständig. Die Wurzelscheiben halten diesen Schlick im Topf zurück. Das Wasser im Tray bleibt klar, sauerstoffreich und frei von Fäulnisherden.
3. Hydrodynamischer Kontakt nach Darcy ($v = -\frac{k}{\mu} \nabla P$):
Damit Wasser bei geschlossenem AQUAvalve durch die Pflanzentranspiration nach oben steigen kann, muss ein ununterbrochener kapillarer Flüssigkeitsfilm zwischen Trayboden, Marix Disc und der darüberliegenden Drainageschicht bestehen. Die feinen Fasern der Marix Disc wirken wie unzählige Mikradochte, die den hydrostatischen Unterdruck der Wurzelzone direkt an den flachen Wasserspiegel des Trays ankoppeln – ohne Lufteinschlüsse, die den Wasserfaden abreißen lassen würden.
Typische Praxisfehler – und wie du sie vermeidest
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Marix Disc ins Tray statt in den Topf legen: Die Scheibe besitzt keinen Wurzelschutz – sie gehört zwingend auf den Topf-Innenboden.
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Substrat beim Befüllen feststampfen: Verdichtet die Poren des Vlieses und quetscht die feinen Kapillarkanäle ab – Substrat immer locker einrieseln lassen.
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Verschlammte Scheiben ohne Reinigung wiederverwenden: Verstopfte Poren aus dem Vor-Grow behindern den Kapillaraufstieg – Scheiben gründlich auswaschen oder ersetzen.
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Scheibe mit Falten oder Knicken einlegen: Falten an den Ecken lassen Substratpartikel an der Seite vorbeirieseln – lege die Scheibe vollkommen plan auf.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Seite der schwarzen Marix Disc muss nach oben zeigen?
Die Marix Disc ist auf beiden Seiten identisch beschaffen. Sie besitzt im Gegensatz zur kupferfarbenen Root Control Disc keine unterschiedlichen Oberflächen. Du kannst die Scheibe mit jeder beliebigen Seite nach oben in den Topfboden einlegen.
Benötige ich die Marix Disc auch, wenn ich die AutoPot AirBase verwende?
Wenn du die feste AutoPot AirBase Kunststoff-Bodenplatte nutzt, ersetzt diese die klassische Blähton-Drainageschicht. Die Marix Disc wird in diesem Fall in der Regel unter die AirBase auf den Topfboden gelegt, um feines Substrat zurückzuhalten, das durch die Belüftungsschlitze der AirBase rieseln könnte. Alternativ bietet AutoPot für AirBase-Setups speziell angepasste AirBase-Vliese an.
Wie wird die Marix Disc nach der Ernte am besten gereinigt?
Entferne den durchwurzelten Ballen aus dem Topf und ziehe die Marix Disc vorsichtig ab. Spüle grobe Erdreste mit einem harten Wasserstrahl ab und bürste die Scheibe mit einer weichen Handbürste sauber. Bei Bedarf kannst du die Scheibe für 30 Minuten in eine milde Wasserstoffperoxid-Lösung (ca. 1–2 % H₂O₂) einlegen, um organische Reste und Salzkrusten rückstandslos zu desinfizieren.
Angaben zur Produktsicherheit
Herstellerinformationen:
AutoPot Benelux
Kuilenstraat 60-4
Limburg
Meerssen, Niederlande, 6231AW
info@autopot.nl
https://autopot-systeme.de/